Nachwort von Eduardo Voveiros de Castro zu Ailton Krenaks kurzem und unprätenziösem Buch «Ideen, wie man das Ende der Welt aufschieben könnte».
Es ist offenkundig: Caboclos sieht unsere Verfassung nicht vor. Auch nicht Orixás oder andere Kräfte und Namen aus dem unsichtbaren Freundeskreis, mit denen Terreiros kontinuierlich Kontakt und Beziehung pflegen ...
Da kommt mir ein Lied aus unserer Tradition in den Sinn: «vermelho e a cor do sangue do meu pai e verde a cor das matas …»
Schauen sie, auch unsere Wissenschaften wollen Unsichtbares sichtbar machen und Zusammenhänge erklären. Nur, dass die meisten dabei die Dinge trennen, isolieren und nicht verbinden. ...
Am 8. Mai 2006 wurde der Terreiro Terra Sagrada gegründet...
Viele fragen sich, welche Orixás in der jetzigen Dynamik, die durch den Ausbruch eines Virus und den unterschiedlichen Versuchen seiner Eindämmung nahezu die ganze Welt in Schach hält, besonders aktiv sind und was wir tun können...
Ich habe den Himmel darum gebeten, mir einen Leitstern zu zeigen; doch der Himmel antwortete mir, dass mein Führer der Seestern ist.
... so dass dem Raum sein Rauschen abhandengekommen ist. Es beschäftigt mich, welchen Klangkörper, welches Gedächtnis und welche Beziehung wir uns nehmen, wenn wir beispielsweise die Bergbäche verstummen lassen.
"Ich bin heute nach dem Aufstehen schon in unseren Brunnen gesprungen, dass ich ein bisschen "tagiger" werde, aber es hat nicht genützt.", sagte letztens eine Freundin zu mir, als ich sie am Morgen abholte...