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Das Mysterium der Orixás

Die Terra Sagrada ist ein Haus von Oxum und kultiviert in ihrem Xirê zudem folgende Orixás: Xangô, Oxalá, Oxaguia, Oxossi, Ogum, Oxumarè, Obaluaie, Iyemanja, Nanã, Ewa, Oba, Ossaim, Irocô/Tempô, Iansã, Logun, Exu und Orunmila.
Vielleicht ist die Idee der Hingabe heute nicht modern. Die Hingabe an eine mystische Dimension des Daseins umso weniger. Und doch sind Orixás nichts Geringeres als das in Naturkräften innewohnende Heilige, das Numinose. Sie sind Prinzipien, Wirkstoffe des Lebendigen, Mysterien.
Gesehen und ungesehen wird alles von ihnen durchdrungen. Manche erreicht ihr Ruf oder ihr Strahlen, Locken. Diesem Ruf zu folgen heisst, sein Wesen, sein Leben, seine Wahrnehmung dem Numinosen zu unterstellen, sein Diener oder seine Dienerin zu werden, seine Priesterin, sein Priester, seine Repräsentanz auf dieser Welt. Diese göttliche Kraft will studiert sein, wahrgenommen und kultiviert. Wenn auch nie zur Gänze verstanden, so ruft sie doch danach, einen würde- und kraftvollen Landeplatz zu erhalten. Sie will irdisch und himmlisch gelebt sein.
Ein Assentamento de Orixá ist auch eine Hoch-Zeit. Eine Zustimmung zu einer umfassenden Verbindung, die keine Beliebigkeit zulässt, auch kein halbherziges Spiel. Es ist die Einwilligung zur Verbindung mit einer spirituellen Instanz, die fortan bei vollem Bewusstsein das Leben und Wirken begleitet. Es fordert den Segen jener Kraft, die einen begleitet, auszustrahlen oder das Mögliche dafür zu tun, dass es möglich wird.

Die Hingabe an ein Mysterium ist ein Prozess, keine Tat, ist ein Verlauf, kein Zustand. Es ist ein tiefes Einatmen von Schöpfungskraft und es verlangt nach einem sanften Weitergeben des Odems.